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Hörfest: Das Ohr am Berg

Nils Meyer (Hörregion Hannover, von links), Yannick Hettich (Orchester im Treppenhaus), Julia Bolzek (polymorphing), Bloggerin und Moderatorin Ninia LaGrande, Erwin Jordan (Hörregion Hannover), Frank Nickel (Bergbühne Empelde e.V.) und Kuratoriumsvorsitzender Dr. Martin Kinkel (KIND Hörgeräte) freuen sich auf ein abwechslungsreiches Programm.

Empelde.

Akustische Feinkost für Klang-Gourmets, Hörwissenswertes für Familien und eine chillige Geräuschkulisse für junge Menschen: Die Hörregion Hannover bringt beim ersten Hörfest am Sonntag, 30. Juli, die begrünte Kalihalde in Ronnenberg-Empelde zum Klingen. Auf dem gesamten Berg – von der Talstation über die Bergbühne und den Sonnentempel bis hin zum Gipfelplateau – öffnen Künstlerinnen und Künstler, Bands und Klangforschende die Ohren der Besucher. Los geht’s um 11 Uhr, das Ende ist für 18 Uhr vorgesehen. Der Eintritt ist frei.

„Das Hörfest ist der Höhepunkt des Veranstaltungsprogramms 2017 – nicht nur, weil es auf einem Berg stattfindet“, sagt Erwin Jordan, Sozialdezernent der Region Hannover und Leiter der Hörregion. „Wir setzen auf eine Mischung auf Unterhaltung, Lausch- und-Klang-Expeditionen und Experimenten rund ums Hören – für Gäste aller Altersstufen.“ Besonders wichtig sei ihm, dass viele Partner der Hörregion mit an Bord seien und das Fest mit ausgestalteten, betont Jordan. Dazu gehörten zum Beispiel KIND Hörgeräte, das Deutsche HörZentrum Hannover, der Deutsche Schwerhörigenbund, das Institut für Didaktik der Mathematik und Physik der Leibniz Universität Hannover, das Musikland Niedersachsen sowie viele weitere.

Dr. Martin Kinkel, Sprecher des Kuratoriums der Hörregion, ergänzt: „Als Netzwerk ist es uns wichtig, dass die Öffentlichkeit die Hörregion mit all ihren Facetten kennenlernt – sei es durch Musik, Theater, Technik oder Gesundheitsangebote.“

Beim Hörfest lernen Besucher an zehn Stationen das Hören immer wieder neu kennen. Genussvolle und abwechslungsreiche Eindrücke für die Ohren bietet das Programm im Bühnental: Moderatorin Ninia LaGrande begrüßt unter anderem Jazz-Pianist Lutz Krajenski mit seiner Hammond-Orgel, die Bottle Boys aus Dänemark, die Hits mit Flaschen und Röhren intonieren, Beat-Boxer Babeli mit dem Didgeridoo-Künstler Aerodice und die hannoversche Elektro-Formation Kasimir Effekt.

Auf der Bühne auf dem großen Zeltplatzplateau am Gipfel geht’s um Gesang und Mitsingen: Neben Auftritten des Chorensembles Ahlem, der Chorformation Just for Fun, des Kinderchors KiKoBa und des Chors Mixed Voices lädt der Musiker Holger Kirleis Besucher zum Mitsingen ein. Wer sich im Jodeln versuchen will – Host Biewald vom Chiemsee bietet Interessierten Workshops an. Und Stephan Rigert aus Bern bringt 150 Kuhglocken für gemeinsame Konzerte mit.

Wie man Musik mit Apps machen kann, zeigt das MusikZentrum Hannover in seinem SoundTruck. Direkt neben dem Fahnenmast am Gipfel, wo man die vielleicht schönste Aussicht über Hannover hat, erzählen Mitglieder des Netzwerks MärchenErzählenHannover unter einem Beduinenzelt Berg- und Salzmärchen für Kinder.

Wer sich an Instrumenten ausprobieren will, ist am Sonnentempel richtig. Neben einem Lauschparcours vom Musikland Niedersachsen und Trommel- und Keyboard-Workshops von PPC Music führen Musikerinnen und Musiker in den Umgang mit Didgeridoos, ins Beatboxen, in Flaschenmusik und den Obertongesang ein. Ein paar Meter weiter informieren das Deutsche HörZentrum Hannover der Medizinischen Hochschule Hannover und das Cochlear Implant Centrum „Wilhelm Hirte“ der Kinderklinik Auf der Bult über gutes Hören. An der Skulptur Mutter Erde unter schatten spendenden Bäumen können Kinder und Jugendliche an mehreren Ständen selbst mit Schall experimentieren und Sound-Geräte basteln.

Schon an der Talstation am Eingang beginnt ein Hörspiel von Create.FM. Hier wandelt der Berg-Yeti über die Kalihalde – Besucherinnen und Besucher folgen den Hörspielstationen und erleben so die ganze Geschichte. Klanginstallationen in Müllwagen und Kehrmaschine sowie eine Morsestation des Deutschen Amateur-Radio-Clubs machen ebenfalls schon am Fuße des Kalibergs Klang erlebbar. Für sinfonische Unterhaltung unterwegs sorgen Musiker des Orchesters im Treppenhaus als lebende Musikboxen. Am Wegesrand treffen Hörfest-Gäste außerdem auf Bands wie Königliche Braut, Kulturinjektion und die Improvisationskünstler Kießling&Kaffka als Wald-Echo.

Am sogenannten Audito(h)rium führt Jan Egge Sedelies kurze Talks mit Hörexperten aus den Bereichen Medizin, Selbsthilfe, Wissenschaft und Forschung. Dabei geht es um moderne Hörgeräte und Beratung für Schwerhörige ebenso wie um den Klang des Universums. Zwischendurch gibt es Slam-Poetry von Natürlich Blond und Mülltonnenpercussion mit den Groove Onkels.

Anfahrt: Mit der Stadtbahnlinie 9 geht es bis zur Endhaltestelle Empelde. Von dort aus sind es zu Fuß rund zehn Minuten bis zur Kalihalde. Es ist außerdem ein Shuttle-Verkehr mit dem Bus eingerichtet. Die S-Bahn-Haltestelle Empelde ist knapp zwei Kilometer vom Berg entfernt. Für Fahrradfahrer stehen in Eingangsnähe Abstellplätze zur Verfügung. Autofahrerinnen und Autofahrer nutzen bitte den Parkplatz beim Hagebaumarkt-Floraland, In der Beschen 20, 30952 Ronnenberg-Empelde.

Hinweis zur Barrierefreiheit: Die Wege auf dem Kaliberg sind für Rollstühle, Rollatoren oder andere Gehhilfen leider nicht geeignet.

Das Hörfest ist eine Veranstaltung der Hörregion Hannover in Kooperation mit der Bergbühne Empelde. Unterstützt wird die Veranstaltung von aha (Abfallzweckverband Region Hannover), der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, KIND Hörgeräte und PPC Music.

Mehr Infos zum Fest und dem Programm gibt es unter www.hannover.de/hoerfest