Barsinghausen. Am Freitag, 24. Januar, hat die Kulturfabrik Krawatte zu ihrem ersten Neujahrsempfang eingeladen und fast 100 Menschen aus Kultur, Politik und Verwaltung waren dieser Einladung gefolgt. Die Kunstschule Noa Noa, der Kunstverein Barsinghausen und der Kulturverein Krawatte hatten ein buntes Programm zusammengestellt, das sich sehen lassen konnte..
Ab 16 Uhr wurden die Türen für Besucher geöffnet, und in ersten Führungen wurden die Fortschritte beim Umbau der ehemaligen Krawattenfabrik in ein Kunst- und Kulturzentrum gezeigt. Im neugestalteten Eingangsbereich wurden Teile einer Süntelbucheninstallation des Künstlers Schrat an den Wänden angebracht, im angrenzenden Foyer, das neue Fenster im letzten Jahr erhalten hat, haben jetzt drei Mosaikskulpturen von Rita Hoch ihren dauerhaften Platz gefunden und kann das Große Teebeutelkunstwerk der drei Farbhexen bewundert werden. Von dort ging es in die Werkstätten der Kunstschule Noa Nao, wo man sich kreativ an der Druckerpresse betätigen oder in der Töpferwerkstatt vorbeischauen und sehen konnte, wie eine Kindergruppe mit Begeisterung kleine Tonskulpturen formten. Auch die Holzwerkstatt der Kunstschule fand großen Anklang, da ein Raum geschaffen wurde, wo man ohne Rücksicht hämmern, sägen und nebenbei auch Dreck machen kann und darf. Hier kann sich Kreativität ungebremst ausleben.
Weiter ging es ins Zwischengeschoss, wo im Herbst 2024 zwei Tagungsräume fertiggestellt wurden. Sie sind für Vereine und Gruppen bestens geeignet, um Mitgliederversammlungen und Seminare in kleinerem Rahmen als im Saal durchführen zu können. Beim Neujahrsempfang liefen über einen Beamer Filme des Kulturvereins, die in den letzten Jahren zu verschiedenen Anlässen entstanden waren.
Im Obergeschoss wurde um 17 Uhr eine besondere Ausstellung in den Räumen des Kunstvereins eröffnet. Es handelt sich um 45 Bilder, die aus einem weitaus größeren Nachlass des ukrainischen Künstlers Valeri Gourski stammen und Barsinghausen als Partnerstadt seiner Geburtsstadt Kovel anvertraut wurden. Dieser Bildernachlass konnte erstmals vom Kunstverein gesichtet werden. Zur Ausstellungseröffnung reisten Valentina und Jaroslaw Petrovets (Schwester und Neffe des bereits 2006 verstorbenen Künstlers) aus München an. Mittels eines kleinen Vortrags von Inger Johannes konnte man einiges zum Künstler, seiner Lebensgeschichte und zum Weg der Bilder nach Barsinghausen erfahren.
Nach einem Sektempfang im Foyerbereich und damit in unmittelbarer Nähe der neuen Küche, die in diesem Zusammenhang den Gästen stolz präsentiert wurde, begann der offizielle Teil um 18 Uhr im großen Veranstaltungssaal mit drei ukrainischen Stücken der Bantorfer Band Sound of Hope. Nach der Begrüßung durch Maike Spilker von der Kunstschule Noa Noa und durch Lothar Feige vom Kunstverein betonten Bürgermeister Henning Schünhof und die Landtagsabgeordnete Claudia Schüssler in ihren Grußworten, wie wichtig heute Begegnungsorte wie die Kulturfabrik sind. Zwischendurch trug der bekannte Gitarrist Kuersche unter Einbeziehung der Gäste einige Stücke vor und kündigte an, in Zukunft montags Gitarrenunterricht in der Kulturfabrik zu geben. Interessenten können sich gerne beim Kulturverein melden. Nach einem bebilderten Rückblick auf die 10-jährige Entstehungsgeschichte der Kulturfabrik, vorgestellt von Bärbel Cronau-Kretzschmar und Frank Plorin vom Kulturverein Krawatte, und einem Dank an alle Förderer und Unterstützer endete der offizielle Teil des Abends mit einem Ausblick auf die diesjährigen Programme und Angebote aller drei Vereine. Den musikalischen Ausklang bildete ein Kurzauftritt der Band Easy Feeling.
Danach begann der gemütliche Teil des Abends mit einem vielfältigen Buffet, das ehrenamtliche Mitglieder vorbereitet hatten. Noch fast zwei Stunden lang wurde sich ausgetauscht, miteinander erzählt und auf eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit angestoßen.