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Girls'Day und Boys'Day endgültig abgesagt

Region.

Der niedersächsische Zukunftstag für Jungen und Mädchen ist für dieses Jahr endgültig abgesagt. Hintergrund ist die Corona-Krise und nach wie vor schwer absehbare Infektionsentwicklung auch in den kommenden Monaten.

 

Niedersachsen hatte den am 26. März geplanten Girls'Day und Boys'Day zunächst nur temporär abgesagt. Der Aktionstag sollte an einem noch nicht festgelegten Termin im Herbst nachgeholt werden - vorausgesetzt, die Infektionslage lässt dies zu. „Wir können aber auch heute leider nicht sicher sagen, wie sich der Verlauf des Corona-Virus in den nächsten Monaten entwickeln wird", sagte dazu Kultusminister Grant Hendrik Tonne. „Um den Schülerinnen und Schülern, Schulen sowie den Unternehmen und Verwaltungen jetzt Planungssicherheit zu geben, haben wir uns daher entschieden, den Zukunftstag in diesem Jahr ganz ausfallen zu lassen", fügte er an. „Das ist sehr bedauerlich vor allem für die Kinder, aber ich hoffe stark, dass sie im nächsten Jahr am Girls'Day und Boy' Day in spannende Berufe hineinschnuppern können", so der Minister. Niedersachsen reiht sich mit dieser Entscheidung in die Positionen aller anderen Bundesländer und der zentralen Girls'Day-Organisation ein. Auch sie haben den Aktionstag für 2020 abgesagt. Der nächste Girls'Day und Boys'Day soll am 22. April 2021 stattfinden. Weitere Informationen dazu gibt es online unter www.girls-day.de Hintergründe zum Zukunftstag für Jungen und Mädchen In Deutschland wird im Rahmen eines bundesweiten Aktionsprogramms seit 2001 jährlich der „Girls'Day" durchgeführt. In vielen Bundesländern wird dieser Tag als „Girls'Day" und seit einigen Jahren zusätzlich als „Boys'Day" veranstaltet, um den Mädchen und Jungen eine Vielzahl von Berufen näher zu bringen, die sie bei ihrer Berufswahl eher selten in Betracht ziehen würden. Niedersachsen hat sich diesem genderorientierten Vorgehen angeschlossen. Ziel ist, dadurch die Zukunftsperspektiven für Kinder und Jugendliche zu verbessern. Mädchen und Jungen sollen dazu angeregt werden, die traditionell unterschiedlichen Berufswelterfahrungen zu überprüfen und mit ihrer Lebenslaufplanung zu verbinden. Entsprechende Veranstaltungen, Projekte und Präsentationen können am Zukunftstag sowohl in der Schule als auch in Betrieben durchgeführt werden.