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Feuerwehr Bredenbeck: Hilfseinsatz in der Nordeifel dauert an

Bredenbeck. Die Feuerwehr Bredenbeck unterstützt die Gemeinde Kall in Nordrhein-Westfalen nun schon einige Wochen. Auch am letzten Wochenende starteten wieder zehn Kameraden, um den Bürgern in der Gemeinde Kall bei den Aufräumarbeiten zu helfen. Zum fünften Mal brachen Kameraden der Bredenbecker Wehr auf, um vor Ort Hilfe zu leisten..

In der Nacht von Freitag auf Samstag um 3 Uhr startete der Trupp mit einem 3,5 Tonnen Transporter - voll mit Haushaltsgeräten, Lebensmitteln und Hygieneartikeln. Vor Ort durften die Helfer in der Lebensmittelausgabe und -verteilunghelfen sowie Familien in ihren Häusern unterstützen: Bodenbeläge entfernen, Estrich und Putz von den Wänden stemmen, Rigipswände abbauen, da sich hier mittlerweile Schimmel ausgebreitet hat sowie angesammeltes Styropor und Kunststoffe zur Entsorgung auf die Mülldeponie bringen. Die Kameraden hatten private Bohr- und Stemmhämmer mitgebracht.

"Die Dankbarkeit der Besitzer war unbeschreiblich groß. Für sie war es unfassbar, dass man extra knapp 400 Kilometer anreist, um dann den ganzen Tag lang Schwerstarbeit zu leisten." Außerdem konnten die Helfer aus Bredenbeck im Hellenthal beim Zusammensuchen von Treibgut auf einem gut vier Hektar großen Areal anpacken: Autoreifen, Musikkassetten, Farben, Öle bis hin zu einer gefüllten Gasflasche wurden zusammengetragen.

Außerdem räumte ein Team den Scheidebach in Schleiden auf einer Strecke von ca. 300 Metern frei. Hier wurde der natürliche Bachlauf noch durch jede Menge an mitgerissenen Steinen, Mauern, Gehwegplatten, Leitplanken und Zaunelementen behindert. Um die Mauerelemente zu bewegen kam auch ein Presslufthammer zum Einsatz. Leider war dieser Bereich für einen Bagger nicht zugänglich, somit war hier reine Handarbeit gefragt.

Auf dem Bauhof von Kall wurde abschließend noch ein 40 m³ Container mit Sachspenden ausgeräumt und vorsortiert. Für den nötigen Wetterschutz bauten die Kameraden noch ein großes Zelt auf, damit die Spenden nicht nass werden.

"Insgesamt hat sich in den drei arbeitsintensiven Tagen wieder die Vielfältigkeit der Bredenbecker Wehr positiv dargestellt. Die erlebte Dankbarkeit ist unendlich groß, egal wo angepackt wurde. Auch nach diesem Einsatz sagen wir, es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir zum Helfen in das vom Hochwasser betroffenen Gebiet fahren. Es gibt noch viel zu tun und viele Menschen die betroffen sind, benötigen noch Hilfe“, so Michael Hirt, Einsatzkoordinator der Bredenbecker Wehr.

Als nächstes werden die gesammelten Spenden aus der Aktion „Helfer helfen Helfern“ an die Betroffenen verteilt. Natürlich besteht weiterhin die Möglichkeit für diese Aktion zu Spenden. Mobiliar wird derzeit noch nicht benötigt. "Im Moment ist erst aus ungefähr der Hälfte der betroffenen Häuser der Estrich und Putz entfernt, die Bautrockner laufen ununterbrochen und sobald Mauerwerk und Betonplatten wieder trocken sind, muss erst einmal neuer Estrich in den Häusern verlegt werden und die Wände müssen neu verputzt werden. Schätzungsweise wird es in drei Monaten soweit sein, dass Mobiliar benötigt wird. Da die Bredenbecker Wehr im täglichen Kontakt mit der Einsatzleitung vor Ort ist, wird es auch für Mobiliar einen Spendenaufruf geben, sobald dies notwendig ist", ergänzt Ortsbrandmeister Sven Sachse.