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Handyregelung der KGS Wennigsen – Baatzsch: „Verantwortung beginnt zu Hause“

SPD-Landtagsabgeordnete Brian Baatzsch.

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Wennigsen. In der aktuellen Diskussion um die neue Handyregelung an der Sophie-Scholl-Gesamtschule in Wennigsen bezieht der SPD-Landtagsabgeordnete Brian Baatzsch klar Stellung und stellt sich hinter die Schule. Die Einführung fester Regeln für den Umgang mit Smartphones an der Schule sei ein wichtiger und richtiger Schritt – und vor allem ein Ausdruck von Fürsorge und pädagogischer Verantwortung.

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„Ich begrüße ausdrücklich den Vorstoß der Schule, klare und nachvollziehbare Regeln für den Gebrauch von Handys im Schulalltag aufzustellen“, so Baatzsch. „Kinder und Jugendliche brauchen Orientierung – insbesondere im Umgang mit digitalen Medien. Die Schule handelt hier nicht nur im Rahmen ihrer Möglichkeiten, sondern auch im Sinne einer breiten gesellschaftlichen Erwartung.“

Tatsächlich sei es alarmierend, wie oft Eltern sich aus ihrer Verantwortung zurückziehen, wenn es um Medienerziehung geht. „Ein Smartphone einfach in die Hand zu drücken und zu hoffen, dass das Kind schon irgendwie damit klarkommt, ist keine Lösung“, erklärt der Abgeordnete. „Medienkompetenz ist kein Automatismus – sie entsteht durch aktives Begleiten, Reflektieren und Vorleben. Auch Eltern tragen hier eine entscheidende Rolle. Es ist ein Trugschluss, zu glauben, dass Schule allein diese Aufgabe übernehmen kann.“ Die Schule habe in einem rechtlich einwandfreien Rahmen agiert und auf Hinweise der Schulaufsicht konstruktiv reagiert. „Dass Eltern sich durch das Ringen um verantwortliche Mediennutzung provoziert fühlen, lässt mich ratlos zurück. Gerade sie sollten die Schule als Partner sehen, nicht als Gegner“, sagt Baatzsch. „Die Verantwortung für eine gesunde Medienkultur kann und darf nicht allein auf Lehrkräfte abgewälzt werden.“

Vor dem Hintergrund einer Klagedrohung eines Vaters gegen die Schule zeigt Baatzsch kein Verständnis: „Es wurde eine demokratisch legitimierte Entscheidung in der Gesamtkonferenz getroffen – unter Beteiligung von Lehrkräften, Eltern und Schülern. Die Schule hat sich im Prozess sogar kompromissbereit gezeigt, indem sie zusätzliche Handyzonen eingerichtet hat."

Ziel der Regelung sei es, das soziale Miteinander zu stärken, den Druck durch Social Media im Schulkontext zu reduzieren und den Fokus auf zwischenmenschliche Interaktion und Bewegung zu lenken. „Die Realität zeigt: Immer mehr Kinder verbringen ihre Pausen mit dem Blick auf TikTok, Instagram oder Whatsapp. Dabei gehen wertvolle Gelegenheiten verloren, Freundschaften zu pflegen, Konflikte verbal zu lösen oder sich einfach einmal zu bewegen. Das ist nicht nur eine Frage der Erziehung, sondern der körperlichen und seelischen Gesundheit“, so Baatzsch weiter.

Als Mitglied des niedersächsischen Landtags teilt Brian Baatzsch mit, dass das Thema bereits seid einigen Monaten in den politischen Dialog ist und dieser auch fortgesetzt werden soll. „Wir werden uns zeitnah erneut zusammensetzen, um diese und ähnliche Entwicklungen landesweit zu begleiten.“

Abschließend betont der Abgeordnete: „Es geht nicht um ein Verbot aus Prinzip, sondern um den Aufbau von Strukturen, in denen junge Menschen Medien sinnvoll nutzen lernen. Der gesunde Umgang mit digitalen Geräten beginnt mit klaren Regeln – und mit der Bereitschaft von Eltern, gemeinsam mit der Schule an einem Strang zu ziehen.“

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