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Mit der Sommerzeit steigt die Wildunfallgefahr

Symbolbild. Quelle: Pixabay.

Region. In der Nacht von Samstag auf Sonntag wurden die Uhr eine Stunde vorgestellt. Was viele Menschen kaum beeinträchtigt, sorgt auf den Straßen für erhöhte Kollisionsgefahr – vor allem mit Tieren. Der ADAC berichtet: Bekanntermaßen überquert das Wild vor allem in den Dämmerungsstunden die Straßen. Durch die Zeit-Umstellung überschneiden sich der Berufsverkehr und die Ãœberquerungszeiten der Tiere. Daher gilt: Wachsam sein und Fuß vom Gas!

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Bis Ende Mai hält die Phase der erhöhten Wildunfallgefahr erfahrungsgemäß an. In dieser Zeit des Jahres passierten in den letzten Jahren rund 20 Prozent mehr Unfälle. Ohnehin gehört der Wildwechsel außerhalb geschlossener Ortschaften zu den Unfallursachen Nummer eins. Allein im Jagdjahr 2022/23 hat es in Niedersachsen laut Jagdverband 28.210 Wildunfälle gegeben. Am häufigsten – zu mehr als 90 Prozent – kommt es zu Kollisionen mit Rehwild.

Auto- und Motorradfahrende sollten also nicht nur in den Zonen, in denen Wildwechselschilder stehen, besonders aufpassen. Aufmerksames Beobachten der Straßenränder und angepasste, reduzierte Geschwindigkeit helfen, das Risiko einer Kollision zu verringern. Sollte ein Zusammenprall trotzdem unvermeidbar sein, auf keinen Fall ausweichen. Damit bringt man nur sich und andere in Gefahr.

Wer folgende Tipps befolgt, kommt trotz Wildwechsel sicher an:

  • Fahrbahnränder im Auge behalten und ausreichend Sicherheitsabstand zum rechten Fahrstreifen wahren.
  • Stets auf mehrere Tiere einstellen! Achtung: Wild flüchtet nicht immer auf dem kürzesten Weg, sondern oft vor dem Fahrzeug her.
  • Stehen Tiere auf der Straße und es herrscht kein Verkehr, bremsen, hupen und gegebenenfalls abblenden, damit das Wild einen Fluchtweg findet.
  • Nutzen alle Vorsichtsmaßnahmen nichts, dem Tier nicht ausweichen! Um sich und andere Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden: Lenkrad fest umgreifen und bremsen.

Ist ein Unfall trotzdem passiert, sollte man zunächst die Warnblinkanlage einschalten, eine Warnweste anziehen und die Unfallstelle absichern – unabhängig davon, ob das Tier verletzt oder geflüchtet ist. Anschließend die Polizei verständigen und, wenn möglich, das tote Tier an den Randstreifen ziehen, damit keine Folgeunfälle passieren. Dabei sollten aufgrund der Tollwutgefahr Handschuhe getragen werden. Erhöhte Vorsicht ist ebenso zu wahren, da das Tier noch immer auskeilen könnte. Wer das Wild vom Unfallort entfernt, riskiert eine Anzeige wegen Wilderei. Das darf nur der Jagdpächter.

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