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Kriminalstatistik 2024 des Polizeikommissariat Ronnenberg – Fallzahlen steigen leicht an

Polizeikommissariat Ronnenberg.

Ronnenberg/Region. Sowohl die bearbeiteten (2.988) als auch die Gesamtzahl der Straftaten (3.314) liegen im Jahr 2024 über dem Mittelwert (Gesamtzahl 3.195 / bearbeitet 2.850) der letzten fünf Jahre. Wobei in beiden Bereichen ein leichter Anstieg (Gesamtzahl 2023: 3.197) zu verzeichnen ist. Die Aufklärungsquote zeigt im Trend einen leicht sinkenden Verlauf (2023: 60,65 Prozent und 2024 59,14 Prozent). Das Polizeikommissariat Ronnenberg ist zuständig für Ronnenberg, Gehrden, Wennigsen und Hemmingen.

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Die Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit sind 2024 auf insgesamt 620 angestiegen. 2023 waren es noch 542 und im Mittelwert der letzten fünf Jahre 515. Die Fallzahlen der Straftaten zeigen seit dem Tiefpunkt im Jahr 2021 (435) einen Anstieg. Die Aufklärungsquote weist eine insgesamt hohe Quote mit über 90 Prozent auf.

Im Bereich des Wohnungseinbruchsdiebstahls ist nach den Jahren 2021 (44) und 2022 (50) ein Anstieg (76 in 2024) zu verzeichnen. Wobei die Fallzahlen aus dem Jahr 2019 (96) nicht erreicht werden. Wohnungseinbruchsdiebstähle werden zentralisiert in der Polizeiinspektion Garbsen bearbeitet. Die Aufklärungsquote liegt 2024 bei 9,21 Prozent (Mittelwert 15,18 Prozent).

Die Fallzahlen von schwerem Diebstahl von KFZ zeigen im Jahr 2024 (30) einen Anstieg und liegen über dem Mittelwert (21) der letzten fünf Jahre. Insgesamt bewegen sich die Fallzahlen im niedrigen zweistelligen Bereich. Die Aufklärungsquote schwankte in den letzten Jahren zwischen 50 Prozent und ca. 20 Prozent. Im letzten Jahr lag die Quote bei 26.67 Prozent.

Die Fallzahlen der schweren Diebstähle an/aus Kfz zeigen nach dem Höchsttand in den Jahren 2019 (108) und 2020 (102) einen Rückgang. Im Mittelwert der letzten fünf Jahre liegen die Fallzahlen bei 70 und für 2024 bei 66. Die schwankende Aufklärungsquote kann laut Polizei auf ein sehr unterschiedliches Spurenaufkommen zurückzuführen sein. 2024 lag die Aufklärungsquote bei 7,58 Prozent, im Mittelwert bei 10,53 Prozent.

Nach einem Rückgang der Fallzahlen bei Vermögens- und Fälschungsdelikten in den Jahren 2022 (507) und 2023 (446) kann ein Anstieg in 2024 (525) verzeichnet werden, wobei das Niveau der Jahre 2019-2021 (über 600) nicht erreicht wird und die Zahlen auch unterhalb des Mittelwertes (564) der letzten fünf Jahre bleibt. Die Aufklärungsquote stieg gegenüber 2023 (69,28 Prozent) auf 75,62 Prozent im Jahr 2024, liegt aber unter dem 5-Jahres Mittelwert von 81,05 Prozent.

Die Fallzahlen im Bereich der Betäubungsmitteldelikte zeigen einen Anstieg 525 in 2024) zum Vorjahr (446 in 2023). Insgesamt liegen die Zahlen unter dem Mittel (564) der letzten fünf Jahre. Dies könnte ein Hinweis auf die Auswirkung der Novellierung im Bereich Betäubungsmittelgesetz (Legalisierung von Cannabis) sein. Die Aufklärungsquote zeigt einen ansteigenden Trend (96,63 Prozent in 2024) und liegt über dem Mittel (94,58 Prozent) der letzten Jahre.

Die Fallzahlen im Bereich der Straßenkriminalität bleiben konstant (654 in 2024). Die Aufklärungsquote konnte im Vergleich zu den Jahren 2019-2022 (ca. 20 Prozent) gesteigert werden (25,38 Prozent) und liegt über dem Mittel (22,36 Prozent). Straßenkriminalität beinhaltet im Wesentlichen alle Straftaten im öffentlichen Raum, wie z.B. alle Eigentumsdelikte, Sachbeschädigungen, Körperverletzungsdelikte, sexuelle Belästigung, Landfriedensbruch usw., welche auch besonders durch die Bevölkerung wahrgenommen werden. Das Polizeikommissariat Ronnenberg begegnet diesem Umstand mit zielgerichteten Schwerpunkteinsätzen.

Die Gesamtzahl der Tatverdächtigen bei Jugendstraftaten erreichte im Jahr 2020 mit 2.175 Tatverdächtigen ihren Höhepunkt und ist danach tendenziell wieder gesunken, bleibt aber relativ stabil bei etwa 1.924 Fällen im Jahr 2024. Die Anzahl der straffälligen Heranwachsenden (18-21 J.) und Jugendlichen (14-18) schwankt im Beobachtungszeitraum. Im Jahr 2024 ist die Zahl im Vergleich zu 2020 gesunken und liegt deutlich unter dem Mittelwert der letzten fünf Jahre. Die Anzahl der straffälligen Kinder ist im Vergleich zu den anderen Altersgruppen geringer. Hier zeigt sich jedoch ein Anstieg gegen über dem Mittelwert.

Die Fallzahlen zu häuslicher Gewalt zeigen in der Gesamtbetrachtung über die letzten Jahre einen Anstieg. Mit 258 Straftaten liegt das Jahr 2024 über dem Mittelwert (221) der letzten Jahre. Neben einer gestiegenen Sensibilität in der Bevölkerung können auch Veränderungen in den Erfassungsmodalitäten ursächlich sein. Begünstigend kommt laut Polizei hinzu, dass der Begriff „Häusliche Gewalt“ im Jahr 2024 weiter gefasst wurde Der kontinuierlich ansteigende Trend deutet aber auch daraufhin, dass die tatsächliche Anzahl an Fallzahlen gestiegen ist.

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