Bredenbeck. Für den Ortsrat Bredenbeck sind Geschwindigkeitsbegrenzungen im und um den Ort seit langem ein Thema. Viele Anträge für Tempo 30 im Ort wurden beschlossen, bislang gab es dafür von der Landesstraßenbehörde jedoch kein grünes Licht. Nun setzt sich der Ortsrat wieder für eine Tempo-70-Begrenzung vor den Ortseinfahrten ein – denn nur für wenige hundert Meter darf kurz vor dem Ort noch einmal fröhlich beschleunigt werden.
„Die kommen mit einem Mordstempo in den Ort“, beklagt Ortsbürgermeisterin Marianne Kügler (CDU). Gemeinsam mit Bernd Haletzki (SPD) und Thomas Behr (Wählergemeinschaft Wir für Wennigsen) steht sie am Schild der Geschwindigkeitsaufhebung auf der Wennigser Straße (L390) zwischen der B217-Abfahrt bei Steinkrug und Bredenbeck.
Bis vor etwa 3 Jahren war hier von der B217-Abfahrt bis zum Ortseingang durchgehend Tempo 70 auf der gut ausgebauten Straße erlaubt, bis die Änderung kam. Somit dürfen die Verkehrsteilnehmer auf 100 km/h beschleunigen, bis es kurze Zeit später in den Ort geht. Im Ort gilt dann Tempo 50 und vor der Kita Tempo 30. „Laut Landesstraßenbehörde entspricht alles den geltenden Gesetzen, doch viele Anwohner sind unglücklich mit der Situation und machen sich auch Sorgen um die Sicherheit“, so Kügler. Der Ortsrat will daher weiterhin mit Anträgen an den Gemeinderat und die Landesstraßenbehörde auf die Situation aufmerksam machen. Nur wenn der Bereich zu einem Unfallschwerpunkt wird, könnte die Geschwindigkeit reduziert werden – so weit soll es nicht kommen.
Behr fordert: „Ideal wäre eine Verschwenkung der Verkehrsführung vor dem Ort, oder zumindest ein visueller Hinweis auf die Geschwindigkeitsübertretungen.“ Denkbar wäre für Haletzki auch ein Blitzer im Ort. „Die Bürger sagen immer, der Ortsrat solle mal was tun“, so Haletzki weiter, „Wir sind stetig dran und werden es bis zu einer Veränderung auch bleiben.“ Erst im letzten Ortsrat Ende Februar wurde ein entsprechender Antrag einstimmig verabschiedet und erneut an den Gemeinderat sowie die Landesstraßenbehörde weitergeleitet.
Am Neubaugebiet „Im Bergfelde“ an der Straße „Am Brink“ Richtung Holtensen sieht der Ortsrat ebenfalls Handlungsbedarf. Auch hier sei laut Landesstraßenbehörde aber alles rechtens. „Aufgrund der Ausfahrt aus dem Neubaugebiet gilt nach dem Ortsschild noch Tempo 70“, erklärt Kügler die Situation vor Ort, „dann kommt das Aufhebungsschild und dann eigentlich schon das Ortsschild Holtensen.“ Es bleibt die Hoffnung, dass sich die Situation ändert, wenn die neue Grundschule an der Straße gebaut wird, doch bis dahin werden noch Jahre vergehen. Derzeit müssen die Kinder aus Holtensen die Landesstraße überqueren, um dann über den Feldweg bis zur Grundschule in der Schulstraße zu kommen.
„Wir werden weiter für eine Reduzierung der Geschwindigkeiten kämpfen“, zeigt sich der Ortsrat einig und kämpferisch hoffnungsvoll.