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Neue Sirenen sorgen für mehr Sicherheit - Umrüstung erfolgt zur verbesserten Warnung der Bevölkerung

Quelle: Stadt Garbsen.

Garbsen. Für mehr Sicherheit und eine rasche Information der Bevölkerung im Ernstfall: Aktuell modernisiert die Stadt Garbsen ihr Sirenenwarnnetz. An insgesamt 20 Standorten wurden in den vergangenen Wochen neue Anlagen aufgestellt. Schon in Kürze wird das neue flächendeckende Sirenenwarnnetz voll einsatzbereit sein..

„Bereits im Januar hatten wir die Bevölkerung über dieses wichtige Thema informiert. Ich freue mich nun, dass wir kurz vor der Fertigstellung stehen“, sagt Bürgermeister Claudio Provenzano. Die neuen Sirenen sind leistungsfähiger als die bisherigen analog auszulösenden Sirenen. Dadurch konnte die Anzahl der bislang im Stadtgebiet vorhandenen Sirenen von 37 auf 20 Standorte reduziert werden.

Die Lage und die Leistung sind dabei auf die städtische Topografie abgestimmt. Ein weiterer Vorteil der neuen Geräte ist, dass diese nicht nur zur Alarmierung der Feuerwehr eingesetzt werden können, sondern auch für weitere Alarmierungen – beispielsweise bei Gefahrenlagen. „Die tragische Flutkatastrophe im Ahrtal im Sommer 2021, aber auch die aktuellen Flutereignisse in Süddeutschland vor wenigen Wochen, haben das Erfordernis einer schnellen Warnung der Bevölkerung noch einmal verdeutlicht. Garbsen geht nun mit gutem Beispiel voran“, so Provenzano.

Eine schnelle Warnung der Bevölkerung ist sowohl bei besonderen Gefahrenlagen mit Gefährdungen der Bevölkerung zum Beispiel bei großen Gefahrgut-Unfällen, Großbränden mit gefährlichen Brandniederschlägen, Extremwetter-Ereignissen wie Extremregen oder Tornados als auch bei Bedrohungs- und Krisenlagen im Bereich der zivilen Verteidigung überlebenswichtig. Sirenen sind dabei deutlich sicherer und schneller als andere Warnmittel und leisten daher einen wichtigen Weck- und Warneffekt im Warnmittelmix der Bundesrepublik Deutschland, welcher ebenfalls auf Warnung über Mobiltelefon-Netze (Cell Broadcast), Warn-Apps wie NINA und KatWarn, Rundfunk, Internet oder Fernsehen beruht.

Eine Alarmierung der Garbsener Feuerwehr via Sirene erfolgt ab Inbetriebnahme des neuen Warnnetzes nur noch montags bis freitags von 6 bis 18 Uhr und nur noch bei besonders schwerwiegenden Einsätzen mit Personengefährdung oder auf besondere Anforderung des Gesamteinsatzleiters der Feuerwehr und damit deutlich seltener als beim bisherigen Warnnetz. Je nach Lage können einzelne Stadtteile oder die gesamte Stadt Garbsen gewarnt werden. Im Rahmen des Bevölkerungsschutzes werden die Sirenen-Anlagen durch die Regionsleitstelle in Hannover aktiviert, im Rahmen der zivilen Verteidigung durch die entsprechenden Stellen des Bundes.

Bei einer Alamierung der Feuerwehr wird ein einminutiger Heulton zu hören sein, der zweimal unterbrochen wird. Bei einer allgemeinen Warnung der Bevölkerung wird ein einminütiger auf- und abschwellener Heulton zu hören sein. Die Entwarnung wird durch einen durchgehenden einminütigen Heulton signalisiert.

Künftig sollen die Sirnen am bundesweiten Warntag am Vormittag des zweiten Donnerstags im September jeden Jahres in voller Lautstärke zu hören sein. Ein zusätzlicher landesweiter Warntag im Frühjahr eines jeden Jahres ist in anderen Bundesländern bereits eingeführt und in Niedersachsen in der Planung. Im Rahmen der wöchentlichen Probealarmierung der Feuerwehren in der Region Hannover werden die Sirenen zukünftig einmal monatlich - am ersten Samstag um 12 Uhr - einmal kurz (drei Sekunden) mit reduzierter Lautstärke aufheulen. Dies dient sowohl der Funktionsprüfung, als auch der Sensibilisierung der Bevölkerung.

Die Standorte der neuen Sirenen wurden in einer Vorplanung so ausgewählt, dass die Sirenen in allen bewohnten Bereichen später gut hörbar sind. Dabei wurden vorrangig Standorte ausgewählt, bei denen das Dach öffentlicher Gebäude genutzt werden konnte. Weitere Standorte wurden so ausgewählt, dass die Installation von Masten auf Grundstücken der Stadt Garbsen möglich ist. Die Standorte wurde unter Beteiligten der Feuerwehr, der Gebäudewirtschaft, der Abteilung Ordnung und der Abteilung Grünflächenunterhaltung interdisziplinär ausgewählt.